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ert eine funk...


Potsdam

Dieser Text beschreibt Potsdam.


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Potsdam Artikel

Wappen Karte
Potsdam Beschreibung Potsdam Beschreibung
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 187,28 km² (seit 26.10.2003)
Einwohner: 144.969 (30.11.2003)
Bevölkerungsdichte: 774 Einwohner/km²
Höhe: 35 m ü. NN
Postleitzahl: 14401-14482 (alt: 15xx)
Vorwahl: 0331
Geografische Lage: 52° 23′ n. Br.
13° 4′ ö. L.
Kfz-Kennzeichen: P
Gemeindeschlüssel: 12 0 54 000
Gliederung des Stadtgebiets: 6 Wohngebiete
und 9 Ortsteile mit
je einem Ortsbeirat
Adresse der Stadtverwaltung: Friedrich-Ebert-Str. 79/81
14469 Potsdam
Website: www.potsdam.de
E-Mail-Adresse: information@potsdam.de (mailto:information@potsdam.de)
Politik
Oberbürgermeister: Jann Jakobs (SPD)

Potsdam ist eine Stadt in dem nordöstlichen Teil Deutschlands. Sie ist Landeshauptstadt und größte Stadt sowie eines der vier Oberzentren des Bundeslandes Brandenburg und hat den Status einer Kreisfreien Stadt. Nächst größere Städte sind die unmittelbar nordöstlich an Potsdam angrenzende Bundeshauptstadt Berlin (Entfernung zur Berliner Innenstadt etwa 26 km), Magdeburg etwa 103 km westlich, Leipzig etwa 100 km südwestlich von Potsdam.

Die Einwohnerzahl der Stadt Potsdam überschritt 1939 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.== Geografie ==

Potsdam liegt südwestlich von Berlin am Mittellauf der Havel, in einer eiszeitlich geprägten Wald-Seen-Landschaft, die durch den Wechsel von breiten Talniederungen und Moränenhügeln charakterisiert ist. Die Havel fließt am Strandbad Babelsberg bei 29,4 m über Normalnull. Der Teltowkanal und die Nuthe münden in dem Stadtgebiet in die Havel.

Weitere Gewässer sind Griebnitzsee, Templiner See , Vorderkappe , Hinterkappe , Neustädter Havelbucht , Alte und Neue Fahrt um die Freundschaftsinsel , Jungfernsee , Lehnitzsee , Krampnitzsee , Weißer See , Sacrow-Paretzer-Kanal, Glienicker Lake , Heiliger See , Glienicker See , Fahrländer See , Wublitz , Großer Zernsee , Schlänitzsee , Stern- oder Baggersee , Aradosee , Teufelssee und Hirtenteich.

Die höchste Erhebung in dem Stadtgebiet ist der "Kleine Ravensberg" mit 114,2 m ü. NN. Die tiefste Stelle ist der mittlere Wasserspiegel der Havelgewässer mit 29 m NN.

In der deutschen Kartografie und Geodäsie ist das Potsdam Datum der Zentralpunkt für das Bessel-Ellipsoid des Gauß-Krüger-Koordinatensystems.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte

2 Politik

3 Wirtschaft und Infrastruktur

4 Kultur und Sehenswürdigkeiten

5 Persönlichkeiten

6 Literatur
7 Weblinks

Buch-Tipp: ADAC Reiseführer plus Berlin Potsdam mit Schloss Sanssouci. Mit Stadtplan Aktuell - umfangreich - praktisch - preiswert Der Januar 2006 in bearbeiteter Auflage erschienene "ADAC plus Reiseführer Berlin" stellt nach einer Einleitung und einem Überblick über Geschichte (Chronologie), Kunst und Kultur in dem Abschnitt "Unterwegs" die Sehenswürdigkeiten der Bundesdeutschen Hauptstadt in fünfzehnzehn Kapiteln (Stadtvierteln)...

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Potsdam. Sie werden nachdem Uhrzeigersinn beginnend in dem Nordosten benannt:

Berlin sowie Kleinmachnow, Stahnsdorf, Nuthetal, Michendorf , Schwielowsee und Werder (Havel) (alle Landkreis Potsdam-Mittelmark) sowie Ketzin, Wustermark und Dallgow-Döberitz (alle Landkreis Havelland).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Potsdams besteht nach § 3 der Hauptsatzung aus den Wohngebieten Potsdam, Babelsberg, Bornim, Bornstedt, Drewitz, Nedlitz und Sacrow, die sich ihrerseits teilweise weiter untergliedern, sowie aus neun Ortsteilen in dem Sinne von § 54 der Gemeindeordnung für Brandenburg. Dabei handelt es sich um ehemals selbständige Gemeinden, die zu dem Großteil erst am 26. Oktober 2003 in die Stadt Potsdam eingegliedert wurden und seither einen eigenen, von der Bevölkerung gewählten Ortsbeirat mit einem Ortsbürgermeister als Vorsitzenden haben. Die Ortsbeiräte haben je nach Einwohnerzahl des Ortsteil zwischen 3 und 9 Mitglieder. Sie sind zu wichtigen, den Ortsteil betreffenden Angelegenheiten zu hören.

Wohngebiete mit Untergliederungen

  • Potsdam
    • Am Stern
    • Berliner Vorstadt
    • Brandenburger Vorstadt
    • Forst Potsdam Süd
    • Industriegelände Rehbrücke
    • Innenstadt
    • Jägervorstadt
    • Kiewitt
    • Kirchsteigfeld
    • Klein Glienicke
    • Nauener Vorstadt
    • Potsdam West
    • Schlaatz
    • Teltower Vorstadt
    • Templiner Vorstadt
    • Waldstadt 1
    • Waldstadt 2
    • Wildpark
  • Babelsberg
  • Bornim
  • Bornstedt
  • Drewitz
  • Nedlitz
  • Sacrow

Ortsteile mit Ortsbeiräten

  • Eiche
  • Fahrland
  • Golm
  • Groß Glienicke
  • Grube
    • Schlänitzsee
    • Nattwerder
  • Marquardt
  • Neu Fahrland
  • Satzkorn
  • Uetz-Paaren
Buch-Tipp: ADAC StadtAtlas Großraum Berlin / Potsdam 1 : 20 000 Falk Stadtatlas ist ein wenig besser Zunächst einmal: Amazon verschweigt in seinem Angebot Erscheinungsjahr und -monat des Stadtatlasses, für mich der Grund, dort nicht zu kaufen. Obwohl mein alter ADAC-Stadtatlas Berlin noch in dem Maßstab 1:15 Tausend herauskam, hat er weniger Details als der Falk-Atlas 1:20000. Die Überlappungen der Kartenränder sind...

Geschichte

Potsdam Beschreibung
Potsdam Beschreibung
Historische Karte von Potsdam (1888)

Entwicklung der Stadt Potsdam vom Mittelalter bis zur kurfürstlich- königlichen Residenz 1660 – 1806

Slawenzeit: -1. urkundliche Erwähnung fällt in die slawische Besiedlung des Havellandes (7 – 12. Jahrhundert) -7. Jhr.: slawischer Stamm der Wilzen errichten Burganlage entlang der Havel -9. / 10. Jhr.: Burgort Poztupimi -12. Jhr.: (deutsche Herrschaft) Niederungsburg durch steinerne Turmburg ersetzt und Errichtung kleiner städteähnlicher Siedlungen -1304: Erwähnung Potsdams als Stedeken („Städtlein“) -1317: Burg und Städtlein

Mittelalter: -1573: kleiner städtischer Marktfleck mit 2 Tausend Einwohnern und 192 Häusern und ca. kleinem Wirtschaftspotential. -1618 – 1648 (30 jähriger Krieg): Von den 198 Häusern liegen 1660 119 wüst und ca. noch 700 Menschen leben in der Stadt.

Kürfürstliche- königliche Residenz 1660 bis 1806: Mit dem kurmärkischen Landtag 1653, auf dem der Kurfürst die Macht des Landadels einschränkte, begann die absolutistische Zeit in Brandenburg.

Die urkundlich erste Erwähnung erfuhr Potsdam in dem Jahr 993, als die Siedlung aus einem slawischen Burgwall bestand. Potsdam als deutsche Siedlung wurde vermutlich in dem 12. Jahrhundert gegründet und war lange Zeit sehr klein und unbedeutend. 1345 wurde Potsdam das Stadtrecht verliehen.

Erst mit dem Ausbau ab 1660 zur Jagd-Residenz von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg entstand ein Entwicklungsschub. Die Stadt wurde ein wichtiger Garnisonsort des preußischen Heeres. Das Stadtschloss wurde später als Sommersitz der preußischen Königsfamilie genutzt, deren König Friedrich II. (der Große) dort das Schloss Sanssouci (mit großem Schlosspark und künstlichem Weinberg) bauen ließ. In dem 19. Jahrhundert siedelten sich auch viele Regierungsbeamte in Potsdam an.

Zu Beginn der Zeit des Dritten Reiches fand am 21. März 1933 der "Tag von Potsdam" statt, ein Staatsakt in der Potsdamer Garnisonkirche, bei dem der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler die Hand drückte und damit ein Bündnis von Militär (Reichswehr) und Nationalsozialismus symbolisierte.

Potsdam wurde in dem Zweiten Weltkrieg durch Bomben schwer beschädigt. In dem Schloss Cecilienhof, dem Wohnsitz des letzten deutschen Kronprinzen, fand vom 17.07 bis 2.08 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte Vereinigte Staaten Amerika (Franklin_D._Roosevelt/ später Harry_S._Truman), Großbritannien (Winston_Churchill und Clement_Richard_Attlee) und Sowjetunion (Stalin) statt, die mit dem Potsdamer Abkommen beendet wurde.

Buch-Tipp: Ab ins Grüne - Ausflüge mit der Berliner S-Bahn Schnell ums Eck Meiner Meinung nach derzeit der beste Reiseführer für Ausflüge in und um Hamburg. Man braucht kein Auto. Man braucht keine Planung. Ca. ein Großraumticket - und das gibt ja in jedem Automaten. Der Tourenplaner hat ein bißchen was für jeden: kleine kurze nahe Touren für Familien mit Kindern, Fahrradtouren, die sich zu 50km-Ausflügen...

Eingemeindungen

Das Stadtgebiet Potsdams war bis Anfang des 19. Jahrhunderts recht klein. Durch das Anwachsen der Bebauung musste das Stadtgebiet mehrmals erweitert werden. Dies geschah in mehreren Abschnitten mit der Eingliederung von benachbarten Rittergütern beziehungsweise Teile hiervon. Damit wuchs das Stadtgebiet von 893 ha in dem Jahre 1836 auf 1350 ha in dem Jahre 1905. 1928 wurde der Park von Sanssouci mit den Schlössern sowie ein großer Teil der Insel Tornow sowie 6 Gutsbezirke mit Brauhaus- und Telegraphenberg eingegliedert. Danach betrug das Stadtgebiet 3.206 ha. Ab 1935 wurden dann benachbarte Gemeinden eingegliedert, bis das Stadtgebiet in dem Oktober 2003 seine heutige Ausdehnung erreichte.

Im Einzelnen wurden eingemeindet:

  • am 1. August 1935: Bornim, Bornstedt, Eiche und Nedlitz
  • am 1. April 1936: Babelsberg (mit Nowawes und Neuendorf sowie Gebietsteilen von Neubabelsberg und Klein-Glienicke), Golm ¹, Grube ¹, Schlänitzsee, Nattwerder ¹, Fahrland ¹, Neu-Fahrland, Sacrow, Geltow ¹, Wildpark-West, Drewitz, Bergholz-Rehbrücke ¹ und Kramnitz ¹
  • am 11. Juni 1950: Wilhelmshorst ¹
  • Frühjahr ? 1993: Eiche
  • 5. Dezember 1993: Grube mit Schlänitzsee und Nattwerder
  • 26. Oktober 2003: Fahrland, Golm, Groß Glienicke, Marquardt, Neu Fahrland, Satzkorn und Uetz-Paaren

¹ diese Orte wurden 1952 wieder ausgegliedert, teilweise jedoch später wieder eingegliedert

Buch-Tipp: Abermals krähte der Hahn. Eine kritische Kirchengeschichte Objektive Kritik ohne Kompromisse Dieses Buch von Deschner, wie übrigens alle anderen von diesem Autor auch, muss man einfach gelesen haben. Schonungslos räumt er mit haltlosen Ammenmärchen auf und bezeichnet auch mannigfache Gründe, die ein Festhalten am sogenannten christlichen Glauben als paradox erscheinen lassen. Die wenigsten der braven Kirchgänger...

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nachdem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.


Jahr Einwohnerzahlen
1572 180
1633 etwa 80
1690 etwa 100
1730 5.640
1740 11.708
1790 18.257
1820 19.619
1830 23.930
1861 34.870
1.12 1875 ¹ 45.003
1.12 1890 ¹ 54.125
1.12 1900 ¹ 59.814
1.12 1910 ¹ 62.243
9.10 1919 58.397
16.06 1925 ¹ 64.203
16.06 1933 ¹ 73.676
17.05 1939 ¹ 135.892
29.10 1946 113.568
31.08 1950 118.180
31.12 1960 115.004
31.12 1972 113.701
30.06 1981 132.000
1984 137.700
30.06 1997 134.000

¹ Volkszählungsergebnis

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Religionen

Die Stadt Potsdam gehörte anfangs zur Propstei Spandau des Bistums Brandenburg. 1541 führte der Kurfürst von Brandenburg die Reformation ein. Danach teilte die Stadt die Geschickte des gesamten Landes Brandenburg und war über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gab es auch reformierte Gemeindeglieder. Seit 1730 war Potsdam Sitz einer eigenen "Inspektion", die für die Stadt und das Amt Potsdam zuständig war. Ab 1721 gab es neben der alten Potsdamer Pfarrkirche weitere neue Kirchen und Pfarrgemeinden. In jener Zeit kam es zu Streitigkeiten zwischen den Lutheranern und den Reformierten. Letztere hielten zunächst in der Schlosskirche ihre Gottesdienste ab, doch erhielten sie später die Garnisons- und Heiliggeistkirche gemeinsam mit den Lutheranern. Ab 1723 gab es auch eine Französisch-Reformierte Gemeinde, welche 1753 eine eigene Kirche erhielt. In der Neustadt entstand ab 1795 eine eigene Kirchengemeinde.

1817 wurden beide Konfessionen innerhalb Preußens zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Somit gehörten die protestantischen Gemeinden Potsdams zur "Evangelischen Kirche in Preußen" beziehungsweise deren Provinzialkirche Brandenburg, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als "summus episcopus" war. Doch gab es auch Gegner dieser Union. So entstand auch in Potsdam eine alt-lutherische Gemeinde, die 1902 eine eigene Kirche (vorher bestand ca. ein Bethaus) baute.

Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Brandenburgs Gründungsmitglied der "Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union" und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg) mit einem Bischof an der Spitze. 2004 fusionierte die Kirche mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die protestantischen Kirchengemeinden Potsdams gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zu dem Kirchenkreis Potsdam innerhalb des Sprengels Neuruppin, dessen Sitz (Generalsuperintendentur) sich ebenfalls in Potsdam befindet.

Neben den landeskirchlichen Gemeinden gibt es auch mehrere Freikirchen in Potsdam. So gab es unter anderem bereits sehr früh eine Herrnhuter Brüdergemeine.

Da Potsdam Garnisonsstadt war, gab es auch katholische Soldaten in der Stadt, die ab 1722 in einer kleinen Fachwerkkirche ihre Gottesdienste abhielten. 1868 entstand am Bassinplatz eine katholische Kirche. Die katholischen Bistümer in dem Norden Deutschlands waren während der Reformation untergegangen, daher entwickelten sich erst in dem 18. Jahrhundert wieder katholische Kirchenstrukturen. So konnte zu dem Beispiel ab 1747 in Berlin die Kirche St. Hedwig (heute Bischofskirche des Erzbistums Berlin) erbaut und 1773 eingeweiht werden. Nach der Säkularisation 1803 konnte sich der Katholizismus weiter ausbreiten und 1821 wurde in dem gesamten Deutschen Bund die katholische Kirche neu organisiert. Der Papst errichtete 1821 die "Fürstbischöfliche Delegatur Berlin-Brandenburg-Pommern". An ihrer Spitze stand der Propst von Sankt Hedwig in Berlin als Breslauer Delegat (Erzbistum Breslau). Zu diesem Kirchengebilde gehörten auch die Katholiken Potsdams, bis am 13. August 1930 das Bistum Berlin als Suffraganbistum von Breslau errichtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet der Kirchenprovinz Breslau getrennt. Daher wurde das Bistum Berlin exemt, das heißt es unterstand direkt dem Papst. In dem Zuge der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurden auch die kirchlichen Strukturen den neuen Gegebenheiten angepasst. So wurde 1994 das Bistum Berlin zu dem Erzbistum erhoben. Ihm wurden die beiden Suffraganbistümer Dresden-Meißen und Görlitz zugeordnet. Die Pfarrgemeinden Potsdams gehören somit heute zu dem Dekanat Potsdam des Erzbistums Berlin.

In Potsdam gibt es eine Jüdische Gemeinde.

Etwa 80 Prozent der Bevölkerung gehören keiner Religion an.

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Politik

An der Spitze der Stadt stand seit 1345 ein "Consules" beziehungsweise ab 1450 ein Bürgermeister. Einen Rat ist ab 1465 nachweisbar. In dem 16. und 17. Jahrhundert hatte der Rat 4 bis 5 Angehörige, darunter der Bürgermeister. Später hatte der jeweilige Landesherr einen starken Einfluss auf die Stadtverwaltung. Ab 1722 gab es für die Altstadt und die Neustadt einen Magistrat. An der Spitze stand eine Stadtdirektor. 1809 wurde Potsdam eine kreisfreie Stadt mit einem Oberbürgermeister an der Spitze sowie eine Stadtverordnetenversammlung als gewähltes Gremium.

In der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister von der Partei eingesetzt und die Stadtverordnetenversammlung aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Stadtverordnetenversammlung wieder frei gewählt. Sie ist das Hauptorgan der Stadtverwaltung, die zuletzt am 26. Oktober 2003 von den Potsdamer Bürgerinnen und Bürger für eine fünfjährige Zeit gewählt wurde (nächste Kommunalwahl somit 2008). Die Nennung des Vorsitzenden war von 1990 bis 1999 "Stadtpräsident", seither Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung.

Der Oberbürgermeister wird ebenfalls direkt vom Volk gewählt. Bei den letzten Oberbürgermeister-Wahlen am 22.09 2002 konnte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erringen. Daher musste durch eine Stichwahl am 27. Oktober 2002 zwischen Jann Jakobs (SPD) und Hans-Jürgen Scharfenberg (PDS) das neue Stadtoberhaupt ermittelt werden. Dabei konnte sich Jann Jakobs mit einer knappen Mehrheit von 50,1 % durchsetzen.

Oberbürgermeister seit 1809

Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung

  • 1990 - 1993: Dr. Helmut Przybilski, Stadtpräsident
  • 1994 - heute: Birgit Müller (PDS), Stadtpräsidentin, seit 1999 Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung
Buch-Tipp: Als die Religion noch nicht langweilig war. Die Geschichte der Wüstenväter. Was haben Steuerflüchtlinge mit dem Christentum zu tun? Durch diese und andere kulturgeschichtliche Fragen hat Zander meine Sicht der Frühkirche entscheidend verändert.

Wappen

Das Wappen der Stadt Potsdam zeigt in Gold einen nach links sehenden, schwarz bewehrten, golden gerauteten roten Adler. Der Wappenschild wird gekrönt von einer gewölbten , fünfzinnigen , roten Mauerkrone . Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit dem Wappen.

Buch-Tipp: Auf dem Jakobsweg. Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela. sehr interessant zu lesen! zwar nicht eines seiner besten bücher aber doch interessant. zwischendrin stets wieder übungen die man mitmachen kann.

Städtepartnerschaften

Potsdam unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

Buch-Tipp: Auf dem Jakobsweg. Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela. HÖRSPIEL. 2 CDs sehr interessant zu lesen! zwar nicht eines seiner besten bücher aber doch interessant. zwischendrin stets wieder übungen die man mitmachen kann.

Wirtschaft und Infrastruktur

Buch-Tipp: Autobiographie eines Yogi Wunderschön ! Dieses Buch hat in mein Leben eingeschlagen! Vorallem deswegen weil die Worte Yoganadas für mich nicht lernen sondern eher erinnern waren. Vieles war aber auch sehr neu und absolut bereichernd. Dieses Werk beschreibt eine eigene Welt, eine tiefere Realität und andere Sicht der Realität. Einfach eine andere Stufe der Wahrnehmung....

Verkehr

Potsdam ist durch die Nähe zu Berlin äußerst gut an das Netz der Bundesautobahnen angeschlossen. Die Stadt wird in dem Westen und Süden vom so genannten Berliner Ring (A 10) und in dem Osten von der Autobahn A 115, die so genannte AVUS, die in die Innenstadt Berlins führt, umgeben. Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet: B 1, B 2 und B 273 .

Die bedeutende Landstraße L 40 erschließt das südliche Berliner Umland über Stahnsdorf, Teltow, Mahlow , Schönefeld nach Berlin (Treptow-Köpenick) und ist in dem Potsdamer Stadtgebiet als Nuthe-Schnellstraße (Kraftfahrstraße) genannt. Diese Straße verbindet Potsdam mit den Bundesstraßen B 101 , B 96 und B 179 .

Auch an das Eisenbahnnetz ist Potsdam gut angebunden. Von hier aus führen Bahnlinien in folgende Richtungen: Berlin, Flughafen Berlin-Schönefeld, Jüterbog, Dessau, Brandenburg an der Havel und Hennigsdorf. Es gibt folgende Bahnhöfe in dem Stadtgebiet:

  • Babelsberg (S-Bahn)
  • Charlottenhof (Regionalbahn, Regionalexpress / ehemals Potsdam-West)
  • Park Sanssouci (Regionalbahn, Regionalexpress / ehemals Wildpark und Kaiserbahnhof )
  • Griebnitzsee (S-Bahn, Regionalbahn)
  • Hauptbahnhof (S-Bahn, Regionalbahn, Regionalexpress, ICE / ehemals Potsdam-Stadt)
  • Medienstadt Babelsberg (Regionalbahn, Regionalexpress / ehemals Drewitz )
  • Pirschheide (Regionalbahn / ehemaliger Hauptbahnhof)
  • Golm
  • Satzkorn

Eisenbahnbetrieblich ist Potsdam jedoch kein eigenständiger Knotenpunkt, sondern seine Bahnanlagen gehören zu dem Eisenbahnkomplex Berlin, dessen "großer" Eisenbahnring (Berliner Außenring) Potsdam in dem Bereich des Bahnhofes Pirschheide durchschneidet; zu diesem Komplex gehört auch der südlich Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin (siehe auch: Landkreis Potsdam-Mittelmark).

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen außer der S-Bahn Berlin verschiedene Straßenbahn- und Buslinien der ViP Verkehrsbetriebe Potsdam GmbH. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) zu benutzen.

Medien

In Potsdam erscheinen als Tageszeitung die Potsdamer Neueste Nachrichten (http://www.pnn.de) (PNN) und die Märkische Allgemeine Zeitung (http://www.maerkischeallgemeine.de) (MAZ) mit Potsdamer Regionalteil. Der RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) hat einen Standort in Potsdam-Babelsberg.


Öffentliche Einrichtungen

Potsdam ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:

Bildung und Forschung

Potsdam ist Universitätsstadt. Die Universität Potsdam wurde 1991 als Universität des Landes Brandenburg gegründet. Vorgängereinrichtung war die 1948 gegründete Brandenburgische Landeshochschule Karl Liebknecht, eine Pädagogischen Hochschule, die zu den wichtigsten Hochschulen der DDR gehörte.

Ferner gibt es die Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf (HFF Babelsberg), die 1954 als Deutsche Hochschule für Filmkunst gegründet wurde und seit 1985 ihren heutigen Namen trägt.

Die Fachhochschule Potsdam ist hingegen eine junge Hochschule, die in dem Zuge der Umstrukturierung des ostdeutschen Hochschulsystems in Trägerschaft des Landes Brandenburg gegründet wurde.

Am Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik kann man ebenfalls einen Bachelor- oder Masterabschluss der Universität Potsdam erwerben.

Folgende Forschungsinstitute sind in Potsdam ansässig:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Potsdam Beschreibung
Potsdam Beschreibung
Alter Markt mit dem Fortunaportal und der Nikolaikirche
Potsdam Beschreibung
Potsdam Beschreibung
Filmmuseum mit dem Löwen aus "In 80 Tagen um die Welt"
Potsdam Beschreibung
Potsdam Beschreibung
Maschinenhaus an der Neustädter Havelbucht (Moschee)
Potsdam Beschreibung
Potsdam Beschreibung
Nauener Tor


Theater

  • Hans-Otto-Theater

Museen

  • Filmmuseum Potsdam
  • Filmstudios Babelsberg
  • Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte )

Bauwerke

Sonstige Sehenswürdigkeiten

  • BUGA-Gelände
  • Freundschaftsinsel
  • Lindenpark
  • Lustgarten Potsdam
  • Wildpark
  • Stadtkanal
Der Stadtkanal in Potsdam ist ein, wegen des hohen Grundwasserstandes innerhalb des Stadtgebietes künstlich angelegter, ausgemauerter und der Entwässerung dienender Arm der Havel. Zwischen dem Ende der 1960er und dem Ende der 1990er war er zurückgebaut, verfüllt und überbaut worden. Die Rekonstruktion ist umstritten.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • alljährliche Schlössernacht in den verschiedenen Schlössern der Stadt
  • Potsdamer Tanztage
  • Theaterfestival UNIDRAM
  • Weihnachtsmarkt (Sinta Klaas) und Tulpenfest in dem Holländischen Viertel

Sport

Fußball

Sonstiges

  • Olympiastützpunkt (in Verbindung mit der Sportschule "Friedrich-Ludwig-Jahn")

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten wurden in Potsdam geboren (Auflistung nach Geburtstag). Ob die Personen später in Potsdam ihren Wirkungskreis hatten oder nicht ist dabei unerheblich.

  • 1770, 3.08, Friedrich Wilhelm III., † 7. Juni 1840 in Berlin, König von Preußen 1797-1840
  • 1831, 18.10, Friedrich I. beziehungsweise Friedrich III. , † 15. Juni 1888 in Potsdam, Kaiser des Deutschen Reichs und König von Preußen 1888
  • 1834, 16.02, Ernst Haeckel, † 9. August 1919 in Jena, Zoologe, Philosoph
  • 1859, 27.01, Wilhelm II., † 4. Juni 1941 in Doorn/Niederlande, Kaiser des Deutschen Reichs und König von Preußen 1888-1918
  • 1872, 4.11, Max Wilhelm August Heldt , † 27. Dezember 1933 in Dresden, Ministerpräsident von Sachsen 1924-29
  • 1892, 22.01, Conrad Veidt † 3. April 1943 in Hollywood, Kalifornien, Schauspieler
  • 1901, 21.10, Margarete Buber-Neumann , † 6. November 1989 in Frankfurt am Main, Schriftstellerin ("Als Gefangene bei Hitler und Stalin", "Von Potsdam nach Moskau")
  • 1928, 29.08, Klaus Bölling, Chef des Presse- u. Informationsamtes der Bundesregierung sowie Regierungssprecher (1974-1980 und 1982), Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR (1981-1982)
  • 1934, 2.09, Hilla Becher , Fotografin (zusammen mit ihrem Ehemann Bernhard Becher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen; Hauptarbeiten: Industriebauten, Wassertürme)
  • 1943, 25.11, Wolff-Ekkehardt Stein , Komponist ("Sun of Jamaica")
  • 1944, 18.11, Wolfgang Joop, Modedesigner
  • 1946, 29.10, Oliver Bendt alias Jürgen Koch, Schauspieler, Kunstturner, Sänger ("Amarillo", "Mein Lied für Maria")

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